Mi 22. Mai 2019 | 19 Uhr

Stipendiaten-Präsentation: "Unser Team für Bayreuth" – Richard-Wagner-Verband Bonn stellt Stipendiaten für 2019 in öffentlichem Gesprächskonzert vor

mit Lina Eberling, Anna Christin Sayn, Noël Maxime L. Telizin, Georgy Voylochnikow und Fabian Balkhausen

Woelfl-Haus Bonn | Meßdorfer Str. 177 | 53123 Bonn

Das Woelfl-Haus Bonn ist bequem von der Bonner Innenstadt (Hauptbahnhof) per Bus mit den Linien 610 und 611 zu erreichen: Richtung Duisdorf / Lessenich bis Haltestelle Gielsdorfer Straße (ca. 15 Minuten).Anmeldung unter info@josephwoelfl.org bzw. +49 (0) 151 – 655 181 55Der Eintritt ist frei!

aus der Pressemitteilung des Richard-Wagner-Verbandes Bonn e.V. vom 24. April 2019 (Quelle: https://rwv-bonn.de/wp-content/uploads/2019/04/PM_Stipendiatenkonzert_20190522.pdf)

Inmitten der schönsten Frühlingszeit öffnet das Woelfl-Haus seinen Konzertsaal und blühenden Garten für eine besondere Veranstaltung, zu der auch die Öffentlichkeit eingeladen ist: Der Richard-Wagner-Verband Bonn e.V. (RWV Bonn) wird im Rahmen eines Gesprächskonzerts am 22. Mai 2019 sein "Team für Bayreuth 2019" vorstellen. Bei diesem Team handelt es sich um eine Auswahl an talentierten Nachwuchskräften aus dem Kulturbereich, die ein Verbandsstipendium erhalten: die Musikwissenschaftlerin Lina Eberling, die Sopranistin Anna Christin Sayn, der Schauspieler Noël Maxime L. Telizin sowie der Pianist Georgy Voylochnikow.

Die vier jungen Kulturschaffenden werden Teile des Programms mit eigenen künstlerischen und wissenschaftlichen Beiträgen gestalten und im Verlauf des Abends ihre Urkunden aus der Hand des Verbandsvorsitzenden Andreas Loesch entgegennehmen. Als weiterer Gast wird zudem Fabian Balkhausen, Stipendiat des Jahres 2018, erwartet, der einen Eindruck von seiner sängerischen Entwicklung und Einblick in seine Bayreuth-Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr geben möchte.

Vom 14. bis zum 19. August dieses Jahres werden Lina Eberling, Anna Christin Sayn, Noël Maxime L. Telizin und Georgy Voylochnikow auf Einladung des RWV Bonn die Bayreuther Festspiele besuchen, wo sie sich aktuelle Inszenierungen der Opern "Parsifal", "Tristan und Isolde" sowie "Tannhäuser" anhören und gemeinsam mit rund 250 weiteren Stipendiaten aus mehreren Kontinenten am umfangreichen Programm der Richard-Wagner-Stipendienstiftung teilnehmen werden.

Jedes Jahr fördert der RWV Bonn in Zusammenarbeit mit der Richard-Wagner-Stipendienstiftung, teils mit Unterstützung durch Sponsoren aus der freien Wirtschaft, besonders begabte Musiker und Wissenschaftler, die sich für eine mögliche spätere Mitwirkung bei den Bayreuther Festpielen oder Pflege des Wagnerschen Vermächtnisses qualifizieren. Bei der Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten arbeitet der RWV Bonn eng mit Musikhochschulen, Theatern, Musikschulen, Kulturinstitutionen und renommierten Künstlerpersönlichkeiten zusammen.

Nähere Informationen zu den Stipendiaten

2019

Lina Eberling

Lina Eberling befindet sich noch in der Ausbildung, die sehr profund und künstlerisch vielseitig angelegt ist: Ballett, Schauspiel, Film und Musik. Seit 2016 studiert sie in Bonn Musikwissenschaft und Geschichte. Neben dem Studium arbeitet sie als Assistentin von Frau Prof. Dr. Haider-Dechant im Bonner Woelfl-Haus, das ein hochklassiges Konzertprogramm und internationale Symposien zu Fragen der Kunst und Kultur anbietet. Dort bringt sich Frau Eberling unter anderem in die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit ein. Frau Eberling möchte nun die ihr gut vertrauten Werke Richard Wagners am genius loci Bayreuth erleben.

Anna Christin Sayn

Der RWV Bonn schlägt mit Anna Christin Sayn eine begabte junge Sopranistin vor, die bereits mehrere Preise bei renommierten Wettbewerben ("Jugend musiziert", "Giulio-Perotti-Gesangswettbewerb") gewonnen hat. Die gebürtige Wittenerin befindet sich derzeit im Master-Studiengang Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Klasse von Prof. Brigitte Lindner. Anna Christin Sayn nahm mehrfach erfolgreich am Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" teil und hat sich in verschiedenen Meisterkursen fortgebildet, unter anderem bei Helen Donath, Kai Wessel und Ruth Ziesack. Ihre besondere Neigung gilt der Oper des Barocks und der Klassik: Hier hat sie schon bei einer Reihe von Produktionen als Solistin mitgewirkt. Sie möchte die Werke Richard Wagners, den sie verehrt, in Bayreuth gemeinsam mit anderen jungen Künstlern erleben.

Noël Maxime L. Telizin

Noël Maxime L. Telizin kam bereits als Schüler mit dem Theater in Berührung und lernte in Moers das Schauspielerhandwerk "von der Pike auf". Darüberhinaus hat er bereits als Regisseur und Dramaturg gearbeitet. Da Herr Telezin Geschichte studiert, hat er ein ganz besonderes Interesse an historischen Stoffen und deren Rezeptionsgeschichte – auch mit Hinblick auf die Werke Richard Wagners, wie seine Rolle des Alberich in Feridun Zaimoglus "Nibelungenlied-Adaption" beweist. In seine langjährige Arbeit am Jungen Theater Moers brachte Noël Maxime L. Telizin künstlerisch-inhaltliche und teambildende Impulse ein. Bei der ersten Mitgliederversammlung des neukonstitutierten RWV Bonn im Dezember 2018 beeindruckte Herr Telizin die Anwesenden durch seine schauspielerische Interpretation einer Szene aus der Oper "Siegfried" von Richard Wagner.

Georgy Voylochnikow

Georgy Voylochnikow kann mit Fug und Recht als einer der besten jungen Pianisten seiner Generation bezeichnet werden. Sein Klavierspiel überzeugt immer durch große Virtuosität und feinsinnige Interpretation. Von 1993 an erhielt Georgy Voylochnikow Unterricht an der Musikschule seines Heimatorts Voronezh. Nach Stationen in Moskau nahm der Pianist 2014 sein Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Klasse von Prof. Ilja Scheps auf. Georgy Voylochnikow hat bereits eine Reihe bedeutender Wettbewerbe gewonnen: in Russland (Int. Skrjabin Klavierwettbewerb), Deutschland (Int. Musikwettbewerb Köln, Karlrobert Kreiten Wettbewerb), China (Changsha Open Int. Wettbewerb), Japan, der Türkei, Spanien und Andorra. Sein Repertoire beeinhaltet Soloklavierwerke und Konzerte mit Orchester vom Barock bis hin zur ganz Neuen Musik. Die Musik Richard Wagners hat Herrn Voylochnikow schon früh begeistert, und er ist in der Lage, die schwierigen Liszt-Transkriptionen Wagnerscher Opern brilliant zu spielen.

2018

Fabian Balkhausen

Der junge Bass-Bariton Fabian Balkhausen begann im Jahr 2015 mit privatem Gesangsunterricht und konnte bereits ein Jahr später, als 16-jähriger Schüler, ein Vorsingen für die Aufnahme in den Extrachor der Bonner Oper für sich gewinnen. Dort war er seit der Spielzeit 2016/2017 in den verschiedensten Produktionen zu erleben, wie beispielsweise in "Atilla" (G. Verdi), "Les Vêpres Siciliennes" (G. Verdi), "Echnaton" (P. Glass), "Turandot" (G. Puccini), "Die Sache Makropulos" (L. Janáček), "La Gioconda" (A. Ponchielli) und "Lohengrin" (R. Wagner). Wesentliche Impulse für sein künstlerisches Schaffen erhielt Fabian Balkhausen aus der Zusammenarbeit mit seinen Lehrern Prof. Aris Argiris und Guadalupe Larzabal. Zudem engagiert er sich bei den Bonner Opernfreunden, wo er die "jungen Opernfreunde" betreut. Ab dem Wintersemester 2019 wird er sein Bachelorstudium Gesang an der "Universität für Musik und darstellende Kunst Wien" antreten.