Sa 3. Juli 2021 | 19 Uhr

Streamaufführung mit begrenzter Zuschauerzahl aus der Bundeskunsthalle Bonn

Amici Rivali

Beethoven: Musik zu einem Ritterballett

WoO 1, Uraufführung der Fassung mit Chor, Orchester und Ballett

J. Woelfl: Das schöne Milchmädchen oder Der Guckkasten

Komisch-satirische Oper in einem Akt, Erstaufführung

Eine Veranstaltung der Joseph-Woelfl-Gesellschaft Bonn e.V.

FORUM DER BUNDESKUNSTHALLE BONN, Eintritt: 40,- €

WOELFL-HAUS: Stream-Übertragung in den Woelflsaal: 25,- € (nur für Mitglieder)

Tickets für Bundeskunsthalle und Woelfl-Haus unter haider-dechant@woelflhaus.de bzw. +49 (0) 151 – 655 181 55

Stream-Ticket: 25,- € + Gebühren (Link dazu in Kürze an dieser Stelle)

Solisten: Bauer, Herbst, Höchbauer, Paganetti, Röstel, Schäfer, Schmid, Stegger

Ballettschule International Bonn

Choreografie: Francina Borges

Jugendchor der Oper Bonn, Dirigentin: Ekaterina Klewitz

Orchester der Kölner Akademie, Dirigent: Michael Alexander Willens

Der Umstand, dass Beethoven in seinem Ritterballett aus dem Jahre 1791 den Sätzen nicht Namen von Tänzen gegeben hat, sondern Liednamen, hat den Komponisten und Musikwissenschaftler Hermann Dechant dazu gebracht, Gedichte zu suchen, die in der Entstehungszeit des Balletts allgemein verbreitet waren und den vorgegebenen Titeln entsprachen. Daraus entstand eine Komposition für Ballett, Chor und Orchester, die zu ersten Mal der Öffentlichkeit vorgeführt wird.

Im Jahre 1797 verpflichtete die Hofoper Wien Joseph Woelfl zur Komposition der satirisch-komischen Oper in einem Akt Das schöne Milchmädchen oder Der Guckkasten nach einem Text des Dichters der Aufklärung Josef Richter. In dieser Oper wird die Selbsteinschätzung des Adels einer harschen Kritik unterzogen, während die Idylle des Landlebens hervorgehoben wird. Woelfl hat es verstanden, den satirisch wie komischen Text der Handlung kunstvoll in koloraturenreiche Arien und klangvolle Ensembles umzusetzen, wofür ihm die besten Sänger seiner Epoche zur Verfügung standen.

Die Oper, die zu den erfolgreichsten Bühnenwerken Woelfls zählt, wird hier nach 220 Jahren wieder zu Gehör gebracht – eine Rarität ersten Ranges!