So 6. Dezember 2020 | 16 Uhr

Stream-Konzert und begrenzte Zuhörerschaft im Saal

Beethoven und seine böhmischen Zeitgenossen

Michael Faust (Querflöte), Mattia Fusi (Klavier)

Eine Veranstaltung der Joseph-Woelfl-Gesellschaft Bonn e.V.

Eintritt/Stream-Ticket: € 20,-/10,- (+ Stream-Gebühren)

Stream+Ticket: dringeblieben.de/videos/beethoven-und-seine-bohmischen-zeitgenossen

Anmeldung unter haider-dechant@woelflhaus.de bzw. +49 (0) 151 – 655 181 55

Woelfl-Haus Bonn | Meßdorfer Str. 177 | 53123 Bonn

Das Woelfl-Haus Bonn ist bequem von der Bonner Innenstadt (Hauptbahnhof) per Bus mit den Linien 610, 611 und 630 zu erreichen: Richtung Duisdorf / Lessenich bis Haltestelle Gielsdorfer Straße (ca. 15 Minuten).Anmeldung unter haider-dechant@woelflhaus.de bzw. +49 (0) 151 – 655 181 55
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Werke von L. v. Beethoven, A. Reicha und J.G. Benda

Allein die hohe Zahl qualifizierter böhmischer Komponisten in Wien zu Beethovens Zeit würde die Einrichtung eines Jahreszyklus rechtfertigen. Mit Michael Faust, Soloflötist des WDR Sinfonieorchesters und bereits "ein alter Bekannter" im Woelfl-Haus, und dem preisgekrönten Pianisten Mattia Fusi konnten wir ein hochkarätiges Duo für diesen Abend gewinnen!

© Privat

Michael Faust begann seine Ausbildung in seiner Heimatstadt Köln bei Cäcilie Lamerichs und führte sie später in Hamburg bei Karlheinz Zöller und in Basel bei Auréle Nicolet fort. Neben nationalen wie internationalen Preisen erhielt er als erster deutscher Musiker den angesehenen 'Pro Musicis-Award 1986' in New York. Solokonzerte führten ihn seitdem in nahezu alle Länder Europas, nach Nord- und Südamerika, durch Afrika, nach Japan und China. Den Dirigenten Lorin Maazel „beeindruckte Michael Faust durch seinen großen, blühenden Ton und durch seine ausgesprochene Musikalität“, der Dirigent und Komponist Gunther Schuller schrieb: „Selten trifft man auf solch einen reinen Tonglanz, Farbenreichtum und technische Überlegenheit. Es ist eine Freude, ihn spielen zu hören!“

Zahlreiche Komponisten schrieben Werke für Michael Faust, so Mauricio Kagel, York Höller und Peteris Vasks. Als Solist trat Faust in vielen Ländern Europas, Amerikas und Asiens auf. Seine Laufbahn als Orchestermusiker führte ihn mit nur 20 Jahren als Solo-Flötist an das Orchestra di Santa Cecilia in Rom, später an dieser Position zum Hamburger Philharmonischen Orchester und den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache. Seit1988 hat er die Stelle des Soloflötisten beim WDR Sinfonieorchester Köln inne.

Michael Faust's pädagogisches Engagement wird durch viele Meisterkurse dokumentiert, an der Musik­hochschule Düsseldorf bekleidet er eine Professur.

Das in England erscheinende Magazin "Grammophone" bezeichnet Michael Faust "a splendid flautist and artist", "Fono Forum" nennt ihn einen "profilierten Solisten", die französische "La Traversiere" einen «interprète à découvrir». 2012 erschienen die Werke für Flöte von Mauricio Kagel (Naxos): „Michael Faust is a brilliant player who is fazed by none of the music’s demands.“ 2014 erschien eine CD mit Werken für Flöte von Peteris Vasks (Naxos).

Im Jahre 2011 rief er das Projekt „Gargonza Arts“ ins Leben, das mehreren Künstlern verschiedener Disziplinen die Möglichkeit gibt, mit Stipendien im Burgdorf Castello di Gargonza in der Toskana gemeinsam zu arbeiten und sich so gegenseitig zu inspirieren.

© Ben Fagersten

1997 in den Toskanischen Hügeln geboren, begann Mattia Fusi mit sechs Jahren, Klavier zu spielen. Er erhielt erstmals Unterricht von Prof. Simona Coco, bevor er 2010 in die Klavierklasse von Prof. Cecilia Giuntoli am Konservatorium „L. Cherubini“ in Florenz wechselte, wo er 2015 seinen Abschluss mit summa cum laude machte. Seit Herbst 2016 setzt er seine künstlerische Ausbildung in Triest bei Prof. SiavushGadjiev fort.

Als Solist trat Fusi in Konzerten mit verschiedenen Orchestern Italiens auf. Vor zwei Monaten, im Oktober 2020, nahm er bei der prestigeträchtigen ersten weltweit Gesamtaufführung von Bachs Cembalokonzerten, inklusiv des rekonstruierten Konzertes BWV 1059 teil.

Seit seiner Jugend erhielt er wichtige Anerkennungen bei Wettbewerben: zuletzt gewann er den 1. Preis beim XXVIII Nationalen Klavierwettbewerb „J.S. Bach” Sestri Levante, dem XXIV Nationalen Klavierwettbewerb „G. Rospigliosi“, dem VIII Internationalen Klavierwettbewerb „Premio Crescendo“. In Würzburg erhielt er im Frühjahr 2019 den 3. Preis (ohne Vergabe eines 1. und 2.) und den Publikumspreis beim X Internationalen Klavierwettbewerb „J.S. Bach“.

Er spielte in Italien, Slowenien, Österreich und Deutschland und trat in prestigeträchtigen Konzertsälen auf, unter anderen im Teatro Goldoni, im Auditorium Ridolfi und im Auditorium S. Stefano in Florenz, im Kozinasaal der Musikakademie in Ljubljana und im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik Würzburg.

Er ist mit Mitgliedern der Staatskapelle Dresden, des WDR Sinfonieorchesters und des Orchesters della Scala aufgetreten und künstlerische Impulse erhielt er außerdem von Michael Faust, Bruno Canino, Mats Lidstrom, Vasilij Meljnikov, Pietro Rigacci, YeganaAkhundova, Guy Johnston und Enrico Bronzi.