So 5. Dezember 2021 | 16 Uhr

Hybrid-Konzert: Live & Stream

Mozart und Woelfl in Prag

Mischi Steinbrück (Rezitation)

Konzertlesung, musikalisch untermalt von Margit Haider-Dechant und Hermann Dechant mit Werken Mozarts und Woelfls

Joseph-Woelfl-Gesellschaft Bonn e.V. und Auslandsösterreicher Weltbund - Österreichische Gesellschaft Bonn e.V.

Eintritt/Stream-Ticket: € 20,- (+ Stream-Gebühren)

Schüler/Studenten: € 12,- (+ Stream-Gebühren)

Tickets+Stream: dringeblieben.de/videos/morike-mozarts-reise-nach-prag

Anmeldung für Saalbesucher unter haider-dechant@woelflhaus.de bzw. +49 (0) 151 – 655 181 55

Um eine höhere Besucheranzahl annehmen zu können, dürfen wir nur geimpfte oder genesene Personen im Woelfl-Haus aufnehmen (2 G).

Woelfl-Haus, Meßdorfer Str. 177, D-53123 Bonn, Link google maps

Anreise mit PKW oder mit Bus 610 u. 611 ab Hbf. Bonn Richtung Duisdorf (Haltestelle Gielsdorfer Straße)

Eduard Mörikes „Mozart auf der Reise nach Prag

in einer Bearbeitung und gelesen von Mischi Steinbrück, musikalisch begleitet von Margit Haider - Dechant und Hermann Dechant. An die zehn Jahre hat Mörike sich mit dem Plan getragen, eine Erzählung über Mozart zu schreiben. Bereits 1847 teilte er seinem Freund Hartlaub mit, eine fragmentarische Dichtung aus Mozarts Leben müsse tausendmal befriedigender sein als eine Biografie, die „wahrhaft genussreich“ doch nicht sein könne. Und wenn er dann, ohne große historische Studien, 1855 mit der Niederschrift begann, so wurde seine Novelle nicht nur eine seiner reifsten erzählerischen Leistungen, sondern auch eine der gelungensten Mozartdarstellungen. Die dichterische Autorität Mörikes ging von einer Setzung aus, nicht von Daten. Lange Zeit wurde Mörike als typischer Vertreter des Biedermeier angesehen. Heute erkennt man das Abgründige und die Modernität seines Werks. Wohl beginnt die Reise in biedermeierlicher Beschaulichkeit – doch wo führt sie hin? Lassen Sie sich von Mischi Steinbrück durch die Landschaften, das Dorf, ins Gasthaus, ins Schloss und zu Mozarts schöpferischen Erlebnissen führen. Sorgen Sie sich mit Konstanze um sein Wohl und hören Sie die Klänge aus „jenem tiefen Quell, der, aus hundert goldenen Röhren springend, im Wechsel seiner Melodien unerschöpflich, alle Qual und alle Seligkeit der Menschenbrust ausströmte“.

Mischi Steinbrück

wurde am 5. Nov. 1944 in Wien geboren (* Trescher), Matura, Schauspielausbildung und erhielt erste Engagements im Theater in der Josefstadt, Ateliertheater am Naschmarkt und Theater der Jugend. Danach in Oberhausen, Basel, Bern und Köln. Fernsehrollen beim ORF und ZDF, Rundfunksprecherin beim ORF und WDR. 1970 Abbruch der Karriere und Eintritt in die erste freie und politische Theatergruppe in der BRD, das „Industrietheater Rhein-Ruhr“ in Köln. Mitarbeit an einem Lehrlingsstück, dann dem Stück über den STREIK bei Ford, zuletzt an einem Stück über CHILE. Ab 1975 Straßensängerin, dann Gründung des ersten Kölner Frauenorchesters (Platte bei Trikont, Preis beim WDR). Ab 1980 journalistische Beiträge für den WDR und politisches Solokabarett DAS DACH ÜBER DEM KOPF (über Mieterkämpfe) und TSCHAU, TSCHAU PROLETARIAT!? (über Dogmatismus, Idealismus und Ausverkauf des Politischen). Entzug der Diskussionsgrundlage durch den Mauerfall. Danach etliche musikalische Soloprogramme mit Übersetzungen aus dem Griechischen und Italienischen, u. a. POLITEIA GAMMA von Mikis Theodorakis (deutsche Erstaufführung) und TA LYRIKA von Mikis Theodorakis und Tassos Livaditis (deutsche Erstaufführung). 2006 kehrt sie mit der Bearbeitung von Mörikes Novelle MOZART AUF DER REISE NACH PRAG punktuell zu ihrer Sprecherinnen/Schauspieltätigkeit zurück. Doch ist die Hinwendung zum Literarischen ein Vorbote für den Beginn ihrer eigenen Autorinnentätigkeit. Seit 2010 schreibt sie Bühnentexte, angelehnt an die COMMEDIA DELL ARTE und die Wiener Volkskomödie (alte Vorlieben aus der Theaterzeit, vermittelt durch die Regisseure Otto Tausig, Herbert Wochinz und Karl Paryla). „EIN URWALD IN EUROPA“, „CATCHWALK FÜR EURYDIKE“, „KAPITÄNINNEN DER FREIHEIT“ und „COLOMBINA STREIKT“. Sie ist Mitglied im VS-Köln, in der IG-Autoren Wien, in der IG Freie Theaterarbeit Wien und in der Gesellschaft griechischer Autorinnen und Autoren. Für die monatlichen Lesebühne „Literatur um acht“ in Köln, die sie auch organisiert, schreibt sie Essays und Lyrik. Bisherige Veröffentlichungen im WDR, im Wiener Monatsjournal des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt TARANTEL und im kulturpolitischen Wiener Quartalsjournal ZWISCHENWELT. 2021 Buchveröffentlichung von „Kapitäninnen der Freiheit“ und mit Sponsoring der Österreichischen Gesellschaft Bonn „Ein Urwald in Europa. In Planung: „Catchwalk für Eurydike“ und „Colombina streikt“. Mit dem musikalisch-dramatischen Soloprogramm KAPITÄNINNEN DER FREIHEIT ist sie nach der durch Corona erzwungenen Pause wieder unterwegs in Stuttgart, Hannover, Köln…