So 6. November 2022 | 16.00 Uhr

Kammermusiksaal des Woelfl-Hauses

Duo-Konzert

Franziska Pietsch, Violine | Maki Hayashida, Klavier

Eintritt/Stream-Ticket: € 20,- (+ Stream-Gebühren)

Schüler/Studenten: € 12,- (+ Stream-Gebühren)

Tickets+Stream: Link wird hier rechtzeitig veröffentlicht!

Anmeldung für Saalbesucher unter haider-dechant@woelflhaus.de bzw. +49 (0) 151 – 655 181 55

Eine Veranstaltung der Joseph-Woelfl-Gesellschaft Bonn e.V.

Joseph Woelfl: Grand Duo für Violine und Klavier in d-moll Op. 31

Ludwig van Beethoven: Sonate für Violine und Klavier in F-Dur Op. 24 „Frühlingssonate“

Robert Schumann: Sonate für Violine und Klavier in a-moll Op. 105

Johannes Brahms: Ungarische Tänze für Violine und Klavier

© Barbara Weigle

Maki Hayashida

Nach dem Maki Hayashida mit so bedeutenden Professoren wie Bernard Ringeissen am CNR de Rueil-Malmaison und Karl-Heinz Kämmerling in Hannover studierte, gab sie ihr Debüt 1995 als Solistin mit Beethovens 5. Klavierkonzert in der Alten Oper Frankfurt. Als Preisträgerin mehrere internationaler Klavierwettbewerbe, einschließlich des 1. Preises beim renommierten Wettbewerb „V. C. Righetti“ ist sie heute eine gesuchte Kammermusikpartnerin und Liedbegleiterin. Ihre besondere Neigung zum einzigartigen Repertoire für Violine und Klavier führte zu einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Geiger Michael Jelden und mit der Geigerin Franziska Pietsch mit zahlreichen Radio-, Fernseh- und CD-Produktionen sowie ausgedehnten Konzertreisen durch ganz Europa bis Dubai, Kairo und in die Türkei. Ein besonderes Engagement verbindet sie mit dem Tanztheater Pina Bausch und den Wuppertaler Bühnen mit denen sie in verschiedenen Produktionen im In- und Ausland auftritt. Zusätzlich zu ihrer regen Konzerttätigkeit unterrichtet sie als Dozentin an der Robert- Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Maki Hayashida wurde mehrfach vom japanischen Kultusministerium ausgezeichnet.

Franziska Pietsch

„...bohrend hinterfragende Dialoge, tiefgründig und differenziert.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.4.2017)

„...Pietsch seems an edgier kind of artist, with the frank emotionalism and potential resort to wide vibrato you might associate with Russian players. Immaculately pitched in every sense, their Strauss is worth sampling even for those nor.” (Gramophone, July 2019)

Zunächst sieht in Franziska Pietschs Leben alles nach einer klassischen Bilderbuchkarriere aus: geboren in eine Ost-Berliner Musiker-Familie - beide Eltern sind Geiger - sorgt Franziska Pietsch als Wunderkind für Furore. Unter der Ägide von Prof. Werner Scholz an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin gewinnt sie erste Preise (u.a. Bach-Wettbewerb Leipzig) und debütiert mit elf Jahren in der Komischen Oper Berlin. Es folgen Jahre „im Virtuosen-Zirkus“ wie die Geigerin diese Zeit rückblickend charakterisiert. Sie spielt mit den großen Orchestern der DDR Violinkonzerte von Bruch, Lalo, Sibelius oder Paganini. Mit 12 Jahren spielt sie erste Aufnahmen für den Rundfunk der DDR ein, u.a. Sarasates „Zigeunerweisen“. 1984 endet diese Bilderbuchkarriere abrupt, als der Vater nach einer Tournee im Westen bleibt. Zwei Jahre dauert es, bis die Familie nachziehen kann. Diese Jahre prägen Franziska Pietsch für ihr ganzes Leben. Sie ist von heute auf morgen ganz auf sich selbst gestellt, da staatliche Förderung und Unterricht wegbrechen. „Ich war dadurch gezwungen, mir mit 14 Jahren die grundlegenden Fragen zu stellen: Warum möchte ich Musikerin sein? Was bedeutet Musik wirklich? Welchen Weg möchte ich im Leben gehen?“ Franziska Pietsch findet Antworten bei Johann Sebastian Bach, den sie für sich entdeckt. Ein Jahr lang beschäftigt sie sich ganz ohne Lehrer ausschließlich mit Bachs Solo-Werken und verabschiedet sich ganz bewusst von der wunderkindlichen Virtuosen-Manege. „Bach war meine Rettung, meine Heilung. Ich habe plötzlich gespürt, dass große Musik Botschaften vermitteln kann, die über Jahrhunderte hinweg Bestand haben. In denen ich meine Seele wiederfinde und ausdrücken kann.“ Nach der Ausreise in die Bundesrepublik 1986 geht Franziska Pietsch diesen Weg konsequent weiter, unterstützt von ihrem Lehrer und Mentor im Westen, Prof. Ulf Hoelscher. Ihre Lehrjahre schließt Franziska Pietsch anschließend an der Juilliard School in New York bei der legendären Geigen-Pädagogin Dorothy DeLay ab. 1992 kehrt Franziska Pietsch nach Deutschland zurück und beschließt, Musik nicht nur aus der Perspektive der Solistin erleben zu wollen, sondern alle Formen des Musizierens intensiv kennen zu lernen, vor allem die großen Meisterwerke der sinfonischen Literatur. So ist sie über zehn Jahre gefragte Konzertmeisterin in renommierten Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Sinfonieorchester Wuppertal, dem WDR Sinfonieorchester, der Deutschen Oper am Rhein oder der Frankfurter Oper. Parallel dazu konzertiert Franziska Pietsch weiterhin als Solistin in ganz Europa, Amerika und Asien.