Der Verlag Apollon Musikoffizin Bonn OHG wurde 1999 in Wien von Prof. Dr. Hermann Dechant gegründet und übersiedelte 2012 nach Bonn. Damit verfügt die Stadt Bonn seit dem erfolgten Wegzug des weltberühmten Verlags Simrock im Jahre 1870 nach Berlin erstmals wieder über einen international ausgewiesenen Musikverlag. Hier soll vor allem das Werk von Joseph Woelfl in einer auf 76 Bände konzipierten Gesamtausgabe (Joseph Woelfl, Erstausgabe seiner Werke) sowie in Praktika-Einzelausgaben der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zudem erschienen in diesem Verlag auch die erste Auflage des von Prof. Dr. Margit Haider-Dechant herausgegebenen Werkverzeichnisses (Joseph Woelfl, Verzeichnis seiner Werke, Wien 2011) als auch zahlreiche wissenschaftliche Publikationen zur aktuellen Joseph-Woelfl-Forschung. Dazu zählen besonders die im Verlag erhältlichen Joseph-Woelfl-Almanache mit den Beiträgen der seit 2012 veranstalteten wissenschaftlichen Tagungen, an der bisher Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus 10 Ländern teilgenommen haben.
Joseph Woelfl hat neben seinen pianistischen Tätigkeiten – nach dem derzeitigen Stand der Forschung – ca. 646 Werke komponiert, von denen im Verlag APOLLON Musikoffizin bis heute mehr als 250 Werke in modernen Ausgaben erschienen sind.
Neben den Kompositionen von Joseph Woelfl erschienen in diesem Verlag nach wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten auch Werke von Johann Georg Albrechtsberger, Ignaz Assmayr, Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Georges Bizet, Andrew Carter, Luigi Cherubini, C. d’Ordoñez, Juri Dadiani, Hermann Dechant, Gaetano Donizetti, Franz Duschek, Antonin Dvořák, Anton Eberl, Edouard Fertelmeister, Florian Gassmann, Boris Gezelew, Edvard Grieg, Helmut Gugerbauer, Margit Haider-Dechant, Joseph Haydn, Michael Haydn, E. T. A. Hoffmann, Franz Anton Hoffmeister, Ignaz Holzbauer, Johann Nepomuk Hummel, Maria Infiesta, John Kander, Christoph Philipp Kayser, Johanna Kinkel, Henri Kling, Wolfram König, Leopold Koželuh, Franz Krommer, Sebastian Lee, Vinzenz Maschek, Felix Mendelssohn Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart, F. J. Naderman, Otto Nicolai, Jacques Offenbach, Bruno Pillwein, Max Reger, Ferdinand Ries, Antonio Salieri, Franz Schubert, Si-mon Sechter, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Giuseppe Verdi, Richard Wagner, Joseph Weigl sowie Konstantin Zvyagin.
Der Gründer und Verlagsleiter Dr. Hermann Dechant studierte Flöte, Dirigieren, Komposition, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft und war von 1960–1973 Soloflötist der Bamberger Symphoniker und ab 1968 Studienleiter des Bundesjugendorchesters, sowie ab 1972 einer der Leiter der Bundeskammermusikkurse „Jugend musiziert“. 1973 wurde er als Leiter des Hoch-schulorchesters und einer Dirigentenklasse an die Hochschule für Musik in Würzburg berufen. Zudem leitete er von 1985–1999 den „Oratorienchor Bamberg“, konzertierte in 77 Ländern und lehrte auch in Österreich und Thailand.