Eintritt: € 24
Schüler/Studenten: € 15
Stream-Ticket: € 20 (+Stream-Gebühren)
Für Mitglieder der beiden Woelfl-Gesellschaften:
Eintritt: € 22
Schüler/Studenten: € 14
Stream-Tickets unter: https://t.rausgegangen.de/tickets/neujahrskonzert-2026-woelflhaus
Anmeldung für Saalbesucher unter haider-dechant@woelflhaus.de
bzw. +49 (0) 151 – 655 181 55
oder mit unserem online Formular
Eine Veranstaltung der Joseph-Woelfl-Gesellschaft Bonn e.V.
© Peter Tümmers
Programm - Eine musikalische Weltreise mit dem Kontrabass.
Rêve de papillion - Eigenkomposition
Eine überwiegend auf Flagoletts basierende Komposition mit unterschiedlichen Springbogenmotiven, bei der man den Traum eines Schmetterlings assoziieren kann.
Poucha Dass - François Rabbath (*1931)
Mit nur leichtem Bogendruck aber sehr hoher Geschwindigkeit nah am Steg, wird der Kontrabass hier mit sehr obertonreichem Ton die indische Sitar imitieren.
Diese Technik auch "sul ponticello" genannt und im Orchester eher als sphärische Klangfarbe eingesetzt, hat François Rabbath genutzt um ein Solostück im Stil eines indischen Raga zu komponieren.
Memorias - Eigenkomposition
Die klassische Gitarre war mein erstes Instrument, wodurch ich auch dem Flamenco begegnete. Besonders fasziniert war ich von dem archaischen Gesang der Sänger, der mir Gänsehaut bereitete.
Memorias (Erinnerungen) ist eine facettenreiche, collagenartige Komposition und beschäftigt sich mit der musikalischen Leidenschaft meiner Jugend.
Portrait of Tracy - Jaco Pastorius (1951 - 1987)
Jaco Pastorius war ein wegweisender E-Bassist im Jazz, der vor allem durch die Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Pat Metheny und der Gruppe Weather Report sehr bakannt wurde.
Er spielte haupstsächlich einen bundlosen E-Bass, mit dem er eine Vielfalt an Klangfarben erzeugen konnte. Seine eigenständige Virtuosität und neuen Ideen beeinflussten viele Musiker.
Transience of Life - Simón García (1977)
Transience of Life ist ein sehr temperamemtvolles tänzerisches Stück, mit prägnantem Spiccato und starker Rhythmik.
Der spanische Kontrabassist Simón García komponiert viel neues Repertoir für Solo-Kontrabass und hat für seine Kompositionen zahlreiche Auszeichnungen erhalten.
Irish Fantasy - Xavier Foley (1994)
Mit der Irish Fantasy verarbeitet Xavier Foley, der als Solist mit verschiedenen Orchestern in den USA bekannt wurde, keltische Folklore und imaginiert die Landschaft der Insel.
Laudanum - Eigenkomposition
Diese Komposition entstand nachdem ich vor ca. 15 Jahren Unterricht bei indischen Musikern nahm. In diesem Fall war es ein klassischer Indischer Sänger, der mich unterrichtete und dass mir vorgesungene in Sargam Schrift niederschrieb. Aus diesem Material komponierte ich Laudanum. Im Alap (d.h. der Einleitung) nehme ich Bezug zu den Melodien des Sängers.
L'essence claire - Eigenkomposition
Ein reines Pizzicato Stück, welches einen sehr gitarristischen Charakter hat.
Motivy - Emil Tabakov (*1947)
Der bulgarische Komponist, Dirigent und Kontrabassist schuf mit diesem Stück ein Standartwerk für den klassischen Kontrabass.
Breiz - François Rabbath (*1931)
Bei dieser Komposition wird der Kontrabass die Drehleier imitieren, die in der bretonischen Folklore eine bedeutende Rolle spielt.
Eclore - Nicholas Walker (*1987)
Im französischen ein Synonym für auschlüpfen, erwachen, aufkeimen, sowie auch das auschlüpfen aus dem Ei, die Geburt des Vogels.
Nicholas Walker ist Professor für Kontrabass in Michigan und war auch Schüler bei François Rabbath, welches insbesondere in dieser Komposition zur Geltung kommt.
© Peter Tümmers
Christian Hinz ist ein Saiteninstrumentalist, der insbesondere für sein virtuoses eigenständiges Spiel auf dem Kontrabass bekannt ist.
Vor dem Studium des Kontrabasses begann er als Kind seine musikalische Laufbahn mit klassischer Gitarre bei verschiedenen Gitarristen.
Er erhielt eine klassische Ausbildung auf dem Kontrabass bei Ulrich Lau.
Von 2008 bis 2016 war er Schüler des französischen Virtuosen François Rabbath in Paris, der ihn in seiner "Nouvelle Technique de la Contrebasse" unterrichtete.
In dieser Zeit entwickelte Christian eine eigene Quint-/Quartstimmung in C-,G-,d-,g-,c-. Die neue Stimmung verleiht dem Instrument eine besondere Resonanz mit größerem Tonumpfang, sowie neue Ausdrucksmöglichkeiten.
Durch weiterführende Studien begegnete er diversen Musikern aus verschiedenen Kulturen, deren Einflüsse er in sein Spiel adaptierte.
Christian Hinz praktiziert verschiedene Spielweisen auf seinem Instrument. So musiziert er gleichermassen mit französischem, wie auch deutschem Bogen und übernahm Gitarrentechniken auf den Kontrabass.
Christian steht im regen Austausch mit Instrumentenbauern, um sich Sonderanfertigungen nach eigenen Vorstellungen bauen zu lassen. Seine Ideen führen auch zu neuen beständigen Konzepten im Instrumentenbau.
Christian Hinz musizierte in verschiedenen klassischen Ensembles und Orchestern. Als Multiinstrumentalist wirkt er in diversen Studioprojekte im Bereich Pop, Rock und Weltmusik mit.
Mit dem Kontrabass tritt Christian Hinz hauptsächlich mit eigenen virtuosen Soloprogrammen auf.
Sein außergewöhnlicher, einprägsamer Stil führt ihn regelmäßig in Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen Bereichen wie Tanz, Theater, Literatur.